
























15.07.2010: Hausdurchsuchung bei Credit Suisse
Crédit Suisse Durchsuchung wegen illegaler Steuer-CD
Die Geschäftsräume von 13 deutschen Filialen des schweizer Bankhauses wurden am 14.07.2010 von Staatsanwaltschaft und Polizei durchsucht.
Der Verdacht, deutschen Steuerbetrügern bei ihren Tricksereien geholfen zu haben, lastet schon lange auf dem Schweizer Geldhaus. Aus der Spekulation ist ein konkreter Anfangsverdacht geworden: Wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung sind 150 Fahnder im Einsatz.
Wegen der Daten auf einer vom Land Nordrhein- Westfalen gekauften Steuer-CD haben Fahnder am Mittwoch in Deutschland 13 Filialen und Repräsentanzen der Bank "Credit Suisse" durchsucht. Das teilte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft mit. Sie wertet die illegal beschafften Daten über Steuersünder aus, die die nordrhein-westfälische Regierung von einem Unbekannten aufgekauft hatte.
Das Amtsgericht Düsseldorf erließ wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung Durchsuchungsbeschlüsse in 175 Fällen, darunter unbekannte Mitarbeiter des deutschen Ablegers der Credit Suisse. 150 Beamte - Steuerfahnder und Staatsanwälte - waren im Einsatz.
Die Credit Suisse hat bestätigt, dass ihre 13 deutsche Filialen am Mittwoch von den Behörden durchsucht worden sind. Die Bank arbeite mit den Ermittlern zusammen und könne wegen dem laufenden Verfahren keine weiteren Auskünfte erteilen, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur SDA. Zuvor hatte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft Düsseldorf die Durchsuchungen bekanntgegeben.
Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wertet die illegal beschafften Daten über Steuersünder aus, die die nordrhein-westfälische Regierung im Frühjahr von einem Unbekannten gekauft hatte. Unbestätigten Berichten zufolge hat die Regierung 2,5 Mio. Euro für die Daten bezahlt.
Die CD enthält Angaben über Deutsche, die über die Schweiz ihrer Steuerpflicht ausweichen und ihr Geld auf Schweizer Konten lagern. Die deutschen Behörden jagen nach Steuergeldern in Höhe von rund 400 Mio. Euro. Rund 1100 Ermittlungsverfahren wurden eröffnet, Tausende zeigten sich vorbeugend selbst an, um einer Strafe zu entgehen.
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